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Thema: Schreckliche Entdeckung, der eigentliche Ursprung der Festhaltetherapie (http://autismus.sta.unen.de/topic.php?id=2924)


Geschrieben von: Viktor am: 01.05.09, 10:14:12
laut dieser Seite

http://wapedia.mobi/de/Festhaltetherapie

Zitat:
"Die von Martha Welch entwickelte Festhaltetherapie, die von Jirina Prekop ins Deutsche übertragen wurde, ist eine nicht anerkannte Form der Psychotherapie, bei der durch intensives "aggressionsfreies" Festhalten Bindungsstörungen aufgelöst werden sollen. Die Therapie wurde ursprünglich mit Unterstützung des Verhaltensforschers und Nobelpreisträgers Nikolaas Tinbergen für Kinder mit Bindungsstörungen entwickelt und wird heute von Prekop auch im Rahmen der Familientherapie bei Erwachsenen angewendet."

http://wapedia.mobi/de/Nikolaas_Tinbergen

Wie kann so ein Mensch Nobelpreistraeger sein inkl. seiner politischen Vorgeschichte


Geschrieben von: 55555 am: 01.05.09, 11:12:47
Was für eine politische Vorgeschichte meinst du? Den Nobelpreis bekommt man für wissenschaftliche Leistungen, welche von einer Kommission für entsprechend bedeutend gehalten werden. Es ist nicht erforderlich als Nobelpreisträger als irgendein menschliches Idol zu taugen, vermute ich mal.
Zitat:
Der Festvortrag von Nikolaas Tinbergen aus Anlass der Nobelpreisverleihung führte zum einzigen Skandal seiner Karriere: Statt ein Thema aus seiner wissenschaftlichen Laufbahn aufzugreifen, überraschte er die Festgemeinde mit einem Plädoyer für die Alexander-Technik. Hierüber hatte er kurz zuvor ein Buch gelesen, nachdem seine Tochter Janet sich dank dieser Lehrmethode von Muskelschmerzen im Nackenbereich befreit hatte, die sie als professionelle Cellistin geplagt hatten. Außerdem referierte Tinbergen über sein Alterswerk, die gemeinsam mit seiner Frau veröffentlichten Studien zum frühkindlichen Autismus – ein Krankheitsbild, das er mit ethologischen Methoden zu analysieren versucht hatte und als dessen Verursacher er vor allem ein gestörtes Verhalten der Mütter ausgemacht hatte. Auch diese Aussagen stießen auf heftige Kritik der Fachleute.

Quelle


Geschrieben von: Viktor am: 01.05.09, 11:23:41
Er soll sich laut dem Bericht bei der N S D A P beworben haben.


Nobel, steht das nicht fuer Frieden?


Geschrieben von: 55555 am: 01.05.09, 20:03:16
Zitat von Viktor:
Nobel, steht das nicht fuer Frieden?

Nein:
Zitat:
Im Jahr 1876 wurde Nobels Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und nannte sich von da an Dynamit AG, vormals Alfred Nobel & Co (auch abgekürzt als DAG). Nun wurde auch die Produktion von Rüstungsgütern aufgenommen und schon bald stieg die DAG zum größten Pulver- und Munitionsproduzenten im Deutschen Reich auf.

Quelle


Geschrieben von: Viktor am: 01.05.09, 22:44:41
Das wusste ich noch nicht, nur das

Zitat:
Nobel legte auch fest, wer für die Vergabe der Preise zuständig sein sollte: Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften vergibt die Auszeichnungen für Physik und Chemie, das Karolinska Institut den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin und die Schwedische Akademie den für Literatur. Während es sich bei diesen Institutionen um wissenschaftliche handelt, ist für die Vergabe des Friedensnobelpreises eine vom norwegischen Parlament bestimmte Kommission, das Norwegische Nobelpreiskomitee, zuständig.


http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Nobel#Der_Nobelpreis


Geschrieben von: drvaust am: 02.05.09, 01:19:36
Zitat von Viktor:
Er soll sich laut dem Bericht bei der N S D A P beworben haben.
Zitat:
... aus Lorenz' Antrag auf Aufnahme in die NSDAP vom 28. Juni 1938 ...
Das hast Du scheinbar verwechselt, es geht um Konrad Lorenz. Tinbergen konnte als Staatsbürger der Niederlanden nicht in eine Partei des Deutschen Reiches eintreten.


Geschrieben von: Viktor am: 02.05.09, 08:19:42
Ah, vor Aufregung ueberlesen. Aber Lorenz war auch kein Deutscher

Trotzdem bin ich schockiert, gerade weil Menschen den Nobelpreis als etwas Bedeutendes ansehen und diese Auszeichnung ja fuer was Positives steht und damit vielleicht mehr Vertrauen haben zu einer vorgestellten Therapie bekommt, die derjenige noch so nebenbei entwickelt hat. Man muss wirklich immer sein Verstand einschalten, aber was ich dieletzte Zeit so erlebe, wo es um Menschlichkeit geht, da faellt mir gar nichts mehr dazu ein.


Geschrieben von: 55555 am: 02.05.09, 09:49:44
Ich denke Nobel hat seinen Preis gestiftet um sein schlechtes Image als Waffenproduzent andersweitig etwas auszugleichen. Und er ist nicht der einzige, der mit zweifelhaften Geschäften zu Reichtum gekommen ist und dann einen Teil davon für solche Projekte einsetzt. Man nehme z.B. die Fuggerei.